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Das Capability Maturity Model (CMM)
 
Die Capability Maturity Modelle (CMMs) des Software Engineering Institute der Carnegie Mellon University wollen zur Verbesserung der Qualität software-intensiver Systeme und zu mehr Effizienz in ihrer Entwicklung beitragen.

Sie basieren auf mehreren Prinzipien:
  • Es gibt einen systematischen Ansatz, um die Art und Weise, wie software-intensive Systeme erstellt und gepflegt werden, verbessern zu können.  Dieser Ansatz erfordert eine prozess-orientierte Sicht und konzentriert sich darauf, Probleme in den Prozessen systematisch zu beseitigen.

  • Es gibt unterscheidbare Stufen der Prozessreife.  Bereits in den Jahren 1987-1990 führte das SEI Prozessbewertungen in Organisationen aller Art durch, um dieses Modell der verschiedenen Reifegrade und Prozessbefähigungen zu validieren.

  • Eine zielgerichtete Weiterentwicklung erfordert, dass eine gewisse Reihenfolge der Schritte eingehalten wird.  Grundlegende Projektleitungsaktivitäten auf Stufe 2 müssen beherrscht werden, bevor die Software-Prozesse auf Stufe 3 organisationsweit etabliert werden können.  Und die organisationsweiten Standardprozesse müssen eine Weile gelebt und gemessen werden, um das für Stufe 4 notwendige quantitative Verständnis der Prozesscharakteristika zu haben.

  • Ohne einen angemessenen Aufwand für ihre Aufrechterhaltung geht die Prozessreife einer Organisation zurück.  In Prozessbewertungen hört man immer wieder Aussagen wie in früheren Projekten haben wir besser [Anforderungen erhoben oder Aufwände geplant oder Design dokumentiert oder das Team geschult oder die Software getestet oder ...].  Nachhaltigkeit von Veränderungen bedingt einen konstanten Aufwand.

Das Capability Maturity Model für Software (bekannt als SW-CMM oder einfach CMM) diente für viele Jahre als Grundlage, um die Prozessreife der Softwareprozesse vieler Organisationen zu bewerten.  Es half ihnen, die Aktivitäten zu identifizieren, um diese zielgerichtet zu verbessern.  Es wurde unter Leitung des SEI entwickelt.

Es ist eines der Modelle, das als Ausgangspunkt für die CMMI-Produktfamilie diente.  Das SEI hat einen Übergangsweg definiert, der Organisationen dabei hilft, vom SW-CMM auf CMMI umzusteigen.

Die CMMI-Produktfamilie integriert weitere Reifegradmodelle (z.B. Systems Engineering, Integrierte Produktentwicklung, Supplier Sourcing). Gleichzeitig wurde eine Konvergenz zu ISO 15504 (SPiCE) angestrebt. Daraus abgeleitet wurden zwei Repräsentationen:
  • CMMI-Staged zur Bestimmung der Prozessreife (in der Darstellung näher an SW-CMM)

  • CMMI-Continuous zur Bestimmung der Prozessbefähigung (in der Darstellung näher an ISO 15504 / SPiCE)