Die Notwendigkeit der Business Analyse

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Zwischen den strategischen Zielen und den operativen Entscheidungen eines Unternehmens klafft oft eine Lücke. Die Gründe hierfür sind meistens  unkonkrete Strategieaussagen sowie durch Kurzfristigkeit ge­prägte Entscheidungen im Tagesgeschäft. Viele Unternehmen kennen aus der Not heraus geborene Insellösungen, Redundanzen in der Systemlandschaft, uneinheitliche Prozessabläufe, ein mangelhaftes Projektportfolio Management,  nicht ausreichend koordinierte und zusammengeführte Anforderungen unterschiedlicher Stakeholder hinsichtlich desselben Ziels.

Die beschriebenen Defizite sind für die Unternehmen kostspielig und behindern deren Effizienz bzw. Wettbewerbsfähigkeit. Oft wird hierauf mit Einzelmaßnahmen reagiert, ein gesamthafter Ansatz fehlt jedoch in der Regel. Zudem konzentrieren sich viele Unternehmen im Rahmen entsprechender Verbes­serungen zusätzlich oft auf ihre intern-externen Schnittstellen. Dabei zeigen Untersuchungen der Ver­gangenheit, dass nur ca. 25% des Effizienzpotenzials eines Unternehmens auf externen Faktoren, wie z.B. besse­ren Einkaufskonditionen beruhen. Der deutlich größere Teil, nämlich 75%, besteht in internen Verbesse­rungen (Experton Group AG, 2012).

Um die operativen Maßnahmen eines Unternehmens mit dessen strategischer Zielsetzung in Einklang zu bringen, etabliert sich zunehmend die Funktion des Business Analyst.

Dessen Haupttätigkeit liegt im Bereich der – heute leider noch allzu oft – stiefmütterlich behandelten Ermittlung, Dokumentation, Analyse und Priorisierung der geschäftlichen Anforderungen seines Un­ternehmens. Der Business Analyst ist Mittelsmann zwischen Fach- und IT-Abteilung, der die unter­schiedlichen Perspektiven und Ziele von Stakeholdern zusammenführt und die für das Unternehmen beste Lösung definiert. Im Mittelpunkt seiner Sichtweise steht der Prozessnutzen i.S. der Wertschöp­fung sowie der Einklang mit den stra­tegischen Zielen des Unternehmens. Entscheidungen zu Prozess­designs sowie der einzusetzenden IT-Systeme müssen dabei die Perspektive des Unternehmens aber auch der Kunden berücksichtigen. Darüber hinaus analysiert der Business Analyst bestehende Prozessabläufe und unterbreitet Vorschläge zu deren Verbesserung.

 

Der Business Analyst steht durch seine Tätigkeit im Mittelpunkt eines Dreiecksverhältnisses mit der Unternehmensführung, den Fachabteilungen und dem IT-Management.

 

Business Analyst

 

Das Vorgehensmodell bei der Business Analyse lässt sich wie folgt beschreiben und determiniert die Fähigkeiten, über die ein Business Analyst verfügen muss:

 

Business Analyse

 

Insbesondere die Unternehmen des Finanzsektors haben den Nutzen von Business Analysten erkannt. Aber auch alle anderen Branchen  etablieren zunehmend entsprechende Stellen. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass es sich Unternehmen in einer intensiven Wettbewerbssituation nicht leisten kön­nen, Fehlallokationen vorzunehmen. Der Business Analyst sichert durch seine Tätigkeit somit auch die Investitionen des Unternehmens.

 

Die Fähigkeiten, über die ein Business Analyst verfügt, bieten sich grundsätzlich Rollen innerhalb eines Unternehmens an, die

  • mit dem Bedarf des Unternehmens oder von Kunden befasst sind
  • für die Entwicklung des Unternehmens und die Ab­läufe  verantwortlich sind
  • strategische Projekte managen

Dies betrifft u.a. Unternehmens-, Prozess- und Systementwickler, CIOs, den Lösungsvertrieb, Requirements Engineers, Projekt Manager.

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